Malerarbeiten
Wandfarbe testen: Farbmuster richtig vergleichen
Im Baumarkt sah das Grau noch warm aus, an der Wand wirkt es plötzlich bläulich. Das ist kein Zufall: Licht, Raumgröße und Möbel verändern jede Farbe. Ein Test im eigenen Raum erspart späteres Umstreichen.
Warum Farben im Raum anders wirken
Tageslicht aus Norden ist kühl und lässt Farben grauer wirken, Licht aus Süden macht sie wärmer. Am Abend unter Lampenlicht verschiebt sich der Ton noch einmal, je nach Lichtfarbe der Leuchten.
Außerdem wirkt eine Farbe auf einer ganzen Wand deutlich intensiver als auf einer kleinen Karte. Was im Katalog zart aussieht, kann auf 15 Quadratmetern kräftig werden.
So testen Sie richtig
Streichen Sie ein großes Musterblatt, mindestens DIN A3, in zwei Schichten. Halten Sie es an verschiedene Wände, auch neben Möbel und Boden, und schauen Sie es morgens, mittags und abends an.
Wer zwischen zwei ähnlichen Tönen schwankt, legt die Muster nebeneinander. Im direkten Vergleich wird der Unterschied schnell deutlich.
- Musterblatt mindestens DIN A3
- Zwei Anstriche wie später an der Wand
- An mehreren Wänden und zu verschiedenen Tageszeiten ansehen
- Neben Möbeln, Boden und Vorhängen prüfen
Die Entscheidung festhalten
Notieren Sie Hersteller, Produktname und die genaue Farbnummer oder Mischformel, nicht nur „hellgrau“. Nur so lässt sich später derselbe Ton nachkaufen.
Bekommen mehrere Räume unterschiedliche Farben, schreiben Sie die Zuordnung pro Raum auf. Das hilft beim Streichen und bei späteren Ausbesserungen.
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