Renovierung
Alte Tapete entfernen und neu tapezieren: Ablauf und typische Fehler
Eine neue Tapete sieht nur so glatt und sauber aus wie der Untergrund darunter. Wer alte Tapetenbahnen restlos entfernt, Putzschäden ausbessert und beim Tapezieren auf Weichzeit oder Wandklebetechnik achtet, verhindert Blasen, offene Tapetennähte und sichtbare Knicke. Hier ist der bewährte Ablauf vom Ablösen der Alttapete bis zur letzten Bahn.
Tapetenart bestimmen und richtig vorbereiten
Lösen Sie an einer unauffälligen Ecke ein Stück der alten Tapete und ziehen Sie vorsichtig daran. Moderne Vliestapeten lassen sich im besten Fall trocken in ganzen Bahnen abziehen. Spaltbare Vinyltapeten hinterlassen eine dünne Papierschicht (Spaltmakulatur) auf der Wand, während klassische Papiertapeten und Raufaser eingeweicht werden müssen.
Bei mehrfach mit Dispersions- oder Latexfarbe überstrichener Raufaser sowie wasserabweisenden Tapeten dringt Wasser von außen kaum ein. Bearbeiten Sie die Fläche vorher mit einer Stachelwalze (Perforierwalze oder Tapetenigel), damit warmes Wasser und Tapetenlöser durch die feinen Löcher direkt zur alten Kleisterschicht gelangen, ohne den Wandputz aufzureißen.
Alte Tapeten sauber ablösen ohne Putzschäden
Schalten Sie vor dem Arbeiten mit Wasser in der Nähe von Steckdosen und Lichtschaltern die Stromsicherung des Raumes im Sicherungskasten ab und legen Sie Abdeckvlies aus. Tragen Sie warmes Wasser mit etwas Spülmittel oder speziellem Tapetenlöser satt mit Drucksprüher, Quast oder Farbrolle auf und lassen Sie die Flüssigkeit 10 bis 15 Minuten einwirken (bei Bedarf ein zweites Mal nachnässen).
Schieben Sie anschließend einen breiten Flächen- oder Malerspachtel im flachen Winkel unter die aufgeweichten Nähte. Bei hartnäckigen Altschichten hilft ein elektrischer Dampftapetenablöser. Setzen Sie den Spachtel niemals steil in den feuchten Gips- oder Kalkputz, sonst entstehen tiefe Kerben, die aufwendig nachgespachtelt werden müssen.
- Stromkreis am Sicherungskasten abschalten und Fußboden abdecken
- Vliestapete trocken abziehen, Papiertapete und Raufaser gründlich einweichen
- Mehrfach überstrichene Raufaser oder Vinyltapete mit der Stachelwalze perforieren
- Spachtel flach führen, damit Gipsputz oder Gipskarton nicht beschädigt wird
Untergrund prüfen, spachteln und grundieren
Nach dem Tapetenablösen waschen Sie alte Kleisterreste mit warmem Wasser ab, denn angetrockneter Alt-Kleister kann später unter der neuen Tapete reagieren oder abplatzen. Füllen Sie Dübellöcher, Risse und ausgebrochene Putzstellen mit Spachtelmasse und schleifen Sie die Fläche nach dem Trocknen plan.
Stark oder ungleichmäßig saugende Wände erhalten vor dem Tapezieren einen Anstrich mit Tiefengrund. Auf empfindlichen Gipskartonplatten (Trockenbau) empfiehlt sich ein weiß pigmentierter Tapetenwechselgrund: Er schützt den Karton beim nächsten Tapetenwechsel vor dem Aufreißen und sorgt für einen einheitlich hellen Untergrund unter leicht durchscheinenden Vliestapeten.
Neu tapezieren: Wandklebetechnik, Weichzeit und Stoß-an-Stoß-Nähte
Beginnen Sie mit dem Lot oder der Wasserwaage: Da kaum eine Raumecke exakt im Lot verläuft, wird für die erste Bahn immer eine senkrechte Hilfslinie angezeichnet. Bei Vliestapeten und Malervlies wird Vlieskleister in der Wandklebetechnik direkt mit der Rolle auf die Wand (etwas über Bahnbreite hinaus) aufgetragen und die trockene Bahn eingelegt. Papiertapeten und klassische Raufaser werden auf dem Tapeziertisch eingekleistert, zusammengelegt und müssen exakt die angegebene Weichzeit (meist 5 bis 10 Minuten) einhalten.
Kleben Sie die Tapetenbahnen auf geraden Flächen sauber Stoß an Stoß (ohne Überlappung) und streichen Sie Luftblasen mit einer Tapezierbürste oder Andrückwalze von der Mitte zu den Rändern hin aus; ein Nahtroller drückt empfindliche Kanten sanft an. Schneiden Sie Überstände an Decke, Fußleiste und Fensterlaibung mit einem scharfen Cuttermesser entlang einer Beschneideschiene ab und tupfen Sie ausgetretenen Kleister sofort mit einem feuchten Schwamm ab. Während der Trocknung bleiben Fenster und Heizung geschlossen, damit die Nähte nicht durch zu schnelles Trocknen aufgehen.
Diese Angaben brauchen wir für Ihr Angebot
Für ein Angebot helfen die Raumanzahl, die ungefähre Grund- oder Wandfläche, Angaben zur vorhandenen Alttapete (z. B. mehrfach überstrichene Raufaser) sowie einige Fotos der Wände. Teilen Sie uns mit, welche neue Tapete gewünscht ist und ob anschließend ein Farbanstrich erfolgen soll.
TF Clean übernimmt das Entfernen alter Tapeten, die Untergrundvorbereitung mit Spachtel- und Grundierarbeiten sowie das fachgerechte Neutapezieren und Streichen in Riesa und Umgebung. Fragen Sie Ihr Projekt einfach über das Kontaktformular an.
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