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TF CLEAN

Renovierung

Wände zum Streichen vorbereiten: prüfen, spachteln, grundieren, abdecken

Von TF Clean 4 Min. Lesezeit

Ob eine frisch gestrichene Wand streifenfrei und gleichmäßig aussieht, entscheidet sich meist vor dem ersten Farbauftrag. Scheckige Flecken, sichtbare Spachtelstellen im Streiflicht oder abplatzende Dispersionsfarbe haben ihre Ursache fast immer im Untergrund. Diese Anleitung zeigt die fachgerechte Reihenfolge, mit der Innenwände und Decken in Wohnungen und Büros für Malerarbeiten vorbereitet werden.

Den Untergrund prüfen: Tragfähigkeit und Saugverhalten

Streichen Sie bei der Wischprobe mit der flachen Hand über die Wand. Bleibt ein weißer, kreidiger Abrieb an der Hand, kreidet der Altanstrich und neue Wandfarbe findet ohne Tiefengrund keinen Halt. Drücken Sie außerdem für den Klebebandtest (Gitterschnitt- oder Abreißprobe) ein Stück Malerkrepp fest auf und ziehen Sie es ruckartig ab. Löst sich dabei alte Dispersions- oder Leimfarbe, muss der nicht tragfähige Anstrich vorher abgewaschen oder abgetragen werden.

Feuchte Wandstellen, Schimmelbefall oder alte Wasserflecken dürfen nicht einfach überstrichen werden; klären Sie zuerst die Ursache. Nikotinflecken, Ruß, Fett und getrocknete Wasserränder schlagen durch wasserbasierte Dispersionsfarbe fast immer wieder gelblich durch. Dafür wird vorab ein absperrender Sperrgrund (Isolierfarbe bzw. Isoliergrund) nach Herstellerangabe aufgetragen.

  • Wischprobe: Kreidet der Altanstrich oder ist die Oberfläche staubig?
  • Klebebandtest: Ist die alte Farbschicht tragfähig oder blättert sie ab?
  • Sichtprüfung auf Feuchtigkeit, Schimmel, Nikotin- und Wasserflecken (Sperrgrund nötig)
  • Sitz von Raufaser oder Vliestapete prüfen: Nähte und Kanten fest oder lose?

Bohrlöcher, Dübellöcher und Risse fachgerecht spachteln

Ziehen Sie alte Dübel heraus, saugen Sie Bohrlöcher und kleine Putzschäden staubfrei aus und füllen Sie diese mit Spachtelmasse (Füllspachtel oder Flächenspachtel). Lassen Sie die Spachtelmasse vollständig trocknen und schleifen Sie die Stelle anschließend mit feinem Schleifpapier oder Schleifnetz plan zur Wandfläche. Tiefere Ausbrüche füllen Sie besser in zwei dünnen Arbeitsgängen, um Schwundrisse und eingefallene Stellen zu vermeiden.

Anschlussfugen in Raumecken, an Türzargen, Fußleisten oder am Übergang zwischen Wand und Decke arbeiten oft leicht mit dem Gebäude. Starre Gips-Spachtelmasse reißt dort schnell wieder auf. Für solche Bewegungs- und Anschlussfugen wird überstreichbares Maleracryl verwendet. Bei langen Setz- oder Putzrissen in der Wandfläche helfen Gewebeband oder Armierungsvlies.

Richtig grundieren: Tiefengrund, Haftgrund oder Sperrgrund

Frische Spachtelstellen, roher Innenputz und Gipskartonplatten (Trockenbau) saugen das Bindemittel der Wandfarbe deutlich stärker auf als die übrige Fläche. Ohne Grundierung trocknet die Farbe dort zu schnell und zeichnet sich später im Streiflicht als matte oder scheckige Flecken ab. Ein farbloser oder weiß pigmentierter Tiefengrund verfestigt leicht sandende Untergründe und gleicht das Saugverhalten aus.

Nicht jede Wand braucht jedoch eine Komplettgrundierung: Eine tragfähige, gleichmäßig saugende Raufaser oder Wandfläche mit intaktem Dispersionsanstrich kann nach dem Ausbessern der Spachtelstellen meist direkt überstrichen werden. Auf glatten, nicht saugenden Untergründen wie alten Latexfarben oder Gipsfaserplatten sorgt dagegen ein griffiger Haftgrund (Putzgrund) für die nötige Haftbrücke.

Raum vorbereiten, abdecken und sauber abkleben

Rücken Sie Möbel in die Raummitte oder räumen Sie das Zimmer komplett frei. Schützen Sie Fußböden mit rutschfestem Abdeckvlies (Malervlies mit Folienunterseite) und decken Sie Möbelstücke mit Abdeckfolie ab. Kleben Sie Sockelleisten, Fensterrahmen, Türzargen sowie Lichtschalter und Steckdosen sorgfältig mit hochwertigem Malerkrepp oder Goldband ab, um scharfe Farbkanten zu erhalten.

Ziehen Sie das Abklebeband am besten unmittelbar nach dem letzten Farbauftrag im noch feuchten Zustand schräg ab. Ist die Dispersionsfarbe bereits durchgehärtet, kann die Farbhaut beim Abziehen einreißen. Sorgen Sie während der Malerarbeiten und der Trocknung für gleichmäßige Belüftung, vermeiden Sie in den ersten Stunden jedoch starke Zugluft, damit keine Ansätze (Rollspuren) entstehen.

  • Möbel in die Raummitte rücken und mit Malerfolie schützen
  • Parkett, Laminat, Fliesen oder Teppich mit rutschfestem Abdeckvlies auslegen
  • Fußleisten, Türzargen, Fensterrahmen und Schalter mit Malerkrepp abkleben
  • Malerkrepp direkt nach dem Streichen feucht abziehen für saubere Kanten

Diese Angaben brauchen wir für Ihr Maler-Angebot

Für ein verbindliches Angebot helfen die Anzahl der Zimmer, die ungefähre Grund- oder Wandfläche in Quadratmetern, der aktuelle Wandzustand (z. B. Raufaser, Glattputz, dunkler Altanstrich) und einige Fotos. Geben Sie gern an, ob Decken, Heizkörper oder Innentüren mitgestrichen werden sollen und ob eine bestimmte Qualitätsfarbe oder ein Wunschfarbton geplant ist.

TF Clean übernimmt in Riesa und Umgebung die komplette Untergrundvorbereitung, Spachtelarbeiten und den fachgerechten Innenanstrich – etwa für Schönheitsreparaturen beim Auszug, vor dem Einzug oder nach einer Entrümpelung inklusive Endreinigung. Nennen Sie uns Ihre Raumdaten im Kontaktformular und senden Sie Fotos bequem im Chat.

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