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Malerarbeiten

Wandfarbe auswählen: Deckkraft, Nassabrieb und Glanzgrad verstehen

Von TF Clean 4 Min. Lesezeit

Im Baumarkt und Fachhandel stehen günstige Farbeimer neben hochwertigen Innenfarben, die ein Vielfaches kosten. Der entscheidende Unterschied steckt in den technischen Angaben nach DIN EN 13300 auf dem Etikett: Deckkraftklasse, Nassabriebbeständigkeit und Ergiebigkeit. Wer diese Kennwerte versteht, wählt eine Wandfarbe, die zuverlässig in einem oder zwei Anstrichen deckt und im Alltag abwischbar bleibt.

Deckkraftklasse (Deckvermögen) und Ergiebigkeit nach DIN EN 13300

Das Deckvermögen einer Innenfarbe wird nach der Europanorm DIN EN 13300 in vier Deckkraftklassen eingeteilt: Deckkraftklasse 1 steht für höchste Deckkraft (mindestens 99,5 Prozent Kontrastverhältnis), Klasse 4 für die geringste. Genauso wichtig ist die Ergiebigkeit in Quadratmetern pro Liter, die direkt dazugehört – zum Beispiel Deckkraftklasse 1 bei 7 bis 8 m²/l.

Vergleichen Sie beim Farbkauf deshalb immer beide Kennzahlen. Eine vermeintlich günstige Farbe mit Deckkraftklasse 2 bei 6 m²/l erfordert in der Praxis oft einen zweiten oder dritten Arbeitsgang und kostet am Ende mehr Zeit und Material als eine Profi-Dispersionsfarbe der Klasse 1. Beim Überstreichen kräftiger Altfarben oder dunkler Akzentwände ist trotz Klasse 1 meist ein Voranstrich sinnvoll.

Nassabriebklasse 1 bis 5: Scheuerbeständig oder waschbeständig?

Die Nassabriebbeständigkeit (früher Scheuerbeständigkeit oder Waschbeständigkeit) gibt an, wie widerstandsfähig der getrocknete Farbfilm gegen Reinigung und Reibung ist. Nach DIN EN 13300 gibt es fünf Nassabriebklassen: Farben der Klasse 1 und Klasse 2 gelten als hoch scheuerbeständig, Klasse 3 als waschbeständig, während Klasse 4 und 5 bereits bei leichtem feuchtem Abwischen Farbe abgeben.

Für Decken sowie wenig beanspruchte Schlaf- und Wohnzimmer genügt häufig Nassabriebklasse 2 oder 3. In stark frequentierten Fluren, Treppenhäusern, Küchen, Kinderzimmern, Arztpraxen und Büros empfiehlt sich klar Nassabriebklasse 1 oder 2. Auch bei Schönheitsreparaturen in Mietwohnungen zahlt sich eine scheuerbeständige Wandfarbe aus, weil sich kleine Gebrauchsspuren vor der Wohnungsübergabe punktuell abwischen lassen.

  • Deckkraftklasse 1 für streifenfreies Decken in wenigen Arbeitsgängen
  • Nassabriebklasse 1 oder 2 (scheuerbeständig) für Flur, Küche, Treppenhaus und Kinderzimmer
  • Nassabriebklasse 3 (waschbeständig) für Decken sowie Schlaf- und Wohnzimmer
  • Lösemittel- und weichmacherfreie, emissionsarme Innenfarbe (z. B. mit Umweltzeichen Blauer Engel)

Glanzgrad und Farbart: Dispersionsfarbe, Silikatfarbe oder Latexfarbe

Der Glanzgrad beeinflusst sowohl die Raumwirkung als auch die Sichtbarkeit von Untergrundmängeln. Matte und stumpfmatte Wandfarben reflektieren kaum Streiflicht, kaschieren kleine Unebenheiten auf Putz oder Raufaser und sind der Standard für Wohnräume. Seidenmatte oder seidenglänzende Farben (wie viele Latexfarben) lassen sich zwar besonders leicht abwaschen, betonen aber jede Spachtelstelle und erfordern oft eine Q3- oder Q4-Wandvorbereitung.

Klassische Kunststoff-Dispersionsfarbe haftet auf fast allen Innenuntergründen von Raufasertapete bis Gipskarton. Mineralische Silikatfarbe (Dispersionssilikatfarbe) und Kalkfarbe sind hoch diffusionsoffen (atmungsaktiv) und durch ihren hohen pH-Wert natürlich schimmelhemmend – ideal für Schlafzimmer, Altbauwände, Keller oder feuchtebelastete Räume, sofern der Untergrund mineralisch ist.

Farbbedarf pro Quadratmeter richtig berechnen

Messen Sie den Raumumfang (alle Wandlängen addiert) und multiplizieren Sie ihn mit der Raumhöhe. Ziehen Sie große Fenster- und Türöffnungen ab und addieren Sie die Deckenfläche, falls die Decke mitgestrichen wird. Multiplizieren Sie diese Gesamtquadratmeterzahl mit der Zahl der geplanten Anstriche und teilen Sie das Ergebnis durch die Ergiebigkeit pro Liter auf dem Gebinde.

Rechenbeispiel: Ein Zimmer mit 4 mal 5 Metern Grundfläche und 2,50 Metern Deckenhöhe hat rund 45 m² Wandfläche. Bei zwei Anstrichen (90 m²) und 7 m²/l Ergiebigkeit benötigen Sie rund 13 Liter Wandfarbe plus etwa 10 Prozent Reserve für strukturierte Untergründe wie grobe Raufaser. Bei abgetönten Wunschfarbtönen sollten Sie immer die gesamte Menge aus einer Mischcharge kaufen.

Diese Angaben brauchen wir für Ihr Maler-Angebot

Nennen Sie uns für Ihre Anfrage die Anzahl der Räume, die ungefähre Wohn- oder Wandfläche in Quadratmetern, den gewünschten Farbton (z. B. Altweiß / RAL 9010 oder Farbton nach Karte) und den aktuellen Wandzustand. Teilen Sie uns mit, ob wir die Profi-Wandfarbe direkt mitbringen sollen und ob Decken, Türen oder Heizkörper mitgestrichen werden.

TF Clean übernimmt Malerarbeiten und Innenanstriche in Wohnungen, Häusern und Gewerberäumen in Riesa und Umgebung – inklusive Abdecken, Spachteln, Grundieren und Endreinigung. Schreiben Sie uns einfach über das Kontaktformular.

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